Meine Heldin des Monats Mai

Carmen

«Foif, sächs, siebe, oh Mann jetzt bini drusgheit. Also nomal: eis, zwei…» Kennt ihr das? Man versucht etwas zu zählen und bringt es beinahe nicht auf die Reihe. So geht es mir, wenn ich versuche, meine Chefs hier bei ERF Medien zu zählen. Ja, du hast richtig gelesen: Es geht um die Anzahl meiner Vorgesetzten. Denn in jeder Abteilung habe ich einen Chef, in der Marketing-Abteilung irgendwie noch einen inoffiziellen zusätzlich und beim Radio gibt es nebst dem Abteilungschef auch noch die Redaktions- und Moderations-Leiter. So komme ich tatsächlich auf sieben Chefs, mit denen ich regelmässig zu tun habe. Und dann gibt es natürlich noch den Chefchef (ja, unser CEO wird wirklich teilweise so genannt) – streng genommen sind es also acht.

Aber was hat das mit meiner Heldin des Monats Mai zu tun? Eine ganze Menge. Denn bei so vielen Chefs, mit so unterschiedlichen Persönlichkeiten, ist es von Vorteil, wenn man sich gut und schnell anpassen kann. Gott sei Dank bin ich mit einer guten Anpassungs-Fähigkeit gesegnet. Meistens passe ich mich ziemlich schnell und intuitiv meinem Gegenüber an. Nicht, dass ich meine Persönlichkeit verändern würde, aber ich merke welche Art von Kommunikation der andere versteht und passe mich dem an. So konnte ich mit fast jedem meiner Chefs schon nach kurzer Zeit produktiv und effizient zusammenarbeiten.

Jedoch nicht mit Carmen, der Moderationsleiterin. Bei ihr schienen all meine Anpassungskünste zu versagen. So war der eine Tag, den ich pro Woche in der Moderation arbeite, zu Beginn sehr herausfordernd für mich. Manchmal diskutierten wir mehr, als dass wir arbeiteten. Über meinen genervten Ton, wenn ich keine brauchbare Moderation zustande brachte oder über meine nicht vorhandene «gspürsch mi-fühlsch mi»-Seite. Sie forderte mich heraus und liess nicht locker, auch wenn ich mich dagegen sträubte. Irgendwann liess ich mich darauf ein und entdeckte nach und nach völlig neue Seiten an mir. Zum Beispiel die sensible. Sie existiert, auch wenn ich sie lange ignorierte. Vor einem halben Jahr hätte ich nicht im Traum gedacht, dass ich jemals einen solchen Beitrag schreiben und damit so viel von mir offenbare würde. Und dann auch noch im Internet! Ein Albtraum. Schon alleine die Tatsache, dass er nun tatsächlich existiert, zeigt mir welchen Wandel ich in den letzten Monaten durchgemacht habe. Und auch wenn sie es abstreitet, bin ich mir sicher, dass Carmen einen nicht unbedeutenden Beitrag daran leistete.

Deshalb wird Carmen meine Heldin des Monats Mai – dem Monat, in dem mir bewusst wurde, dass ich mich verändert habe und dass es gut so ist. Vielen Dank Carmen! Auch dafür, dass du dich so mit ganzem Herzen in diese Arbeit und die Menschen hier hineingibst. Es macht einen Unterschied, DU machst einen Unterschied.

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