Medien für Dummies

Text-Bild-Schere / Ton-Bild-Schere

Wie jetzt – das soll Schokokuchen sein? Oder wie ist das zu verstehen? Gar nicht. Denn dies ist eine klassische Text-Bild-Schere.

Das Bild und der dazugehörige Text klaffen auseinander und lassen einen irritierten Leser zurück. Dies gibt es auch in Videos / im Fernsehen, wenn der gesprochene Text nicht mit den Bildern übereinstimmt. In diesem Fall spricht man von einer Ton-Bild-Schere.

 Schwierigkeiten

Während der obige Fall noch ganz lustig ist, kann eine Text-/Ton-Bild-Schere auch echt problematisch sein. Zum Beispiel, wenn von einem Verbrecher die Rede ist und gleichzeitig das Bild einer anderen Person (z.B. seines Anwalts) zu sehen ist. Wenn der Leser/Zuschauer diesen Fehler nicht bemerkt, prägt er sich vielleicht falsche Tatsachen ein.

Ebenfalls kontraproduktiv ist eine Ton-Bild-Schere, wenn der Zuschauer so damit beschäftigt ist, über die gegensätzlichen Informationen nachzudenken, dass er die darauffolgenden (vielleicht wichtigen) Informationen verpasst.

Unvermeidlich

Kleine Text-/Ton-Bild-Scheren kommen im Journalisten-Alltag jedoch immer wieder vor. Bei einer Bildunterschrift wird häufig zum sichtbaren noch eine weitere Information hinzugefügt. Diese Information ist nicht auf dem Bild ersichtlich, hat jedoch mit dem Bild zu tun und soll den Leser (der häufig als erstes die Bilder betrachtet) dazu führen, dass er den Artikel liest. Auch im Fernsehen bei Informations- oder Dokumentationssendungen ist es ganz normal, dass zu einer Aufnahme noch weitere Informationen gesprochen werden, die nicht direkt auf dem Bild zu sehen sind.

Fazit

Die Text-/Ton-Bild-Schere wird unbewusst täglich von den Journalisten produziert. Problematisch wird es erst, wenn das Bild und der Text/Ton so gegensätzlich sind, dass etwas völlig Falsches verstanden werden kann oder dass der Zuschauer so abgelenkt ist, dass ihm folgende Informationen entgehen.

Hier noch ein paar weitere Text-Bild-Scheren:

Und noch eine Ton-Bild-Schere:

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