Medien für Dummies

O-Ton

O-Ton ist eigentlich die Abkürzung von Originalton. Einer der Hauptaufgaben einer Radiojournalistin ist das Beschaffen von diesen Originaltönen. Denn der Hörer möchte nicht nur die Moderatorinnen und Redaktoren hören, sondern die Personen, über welche berichtet wird oder einen Experten, der kompetent Auskunft geben kann.

In einem Radiobeitrag hat es also oftmals O-Töne von Interviewpartnern. Wie in einem Zeitungsartikel die Zitate zwischen die Zeilen des Zeitungsjournalisten gestreut werden, werden Radiobeiträge mit O-Tönen angereichert. Dies macht den Beitrag interessanter und die Aussagen glaubwürdiger.

Wer einen O-Ton einholt (ja, man spricht vom Einholen der Töne), muss darauf achten, dass der Ton eine gute Qualität aufweist. Bei Telefoninterviews muss man das Festnetz benützen oder noch besser den Interviewpartner bitten, sich selbst aufzunehmen (zum Beispiel mit dem Smartphone) und die Tondatei nachher zu übermitteln. Da man im Radio nicht mit verständnisfördernden Bildern oder Untertiteln arbeiten kann, ist die Verständlichkeit des O-Tones essentiell. Ebenfalls muss man sich als Journalistin abgewöhnen, dem Interviewpartner akustisch zu signalisieren, dass man ihn verstanden hat. Man kann keine «ja’s» und «mm’s» des Journalisten in den O-Tönen gebrauchen.

Häufig hört man schon während der Aufnahme, welche Teile des Gesprächs sich gut als O-Ton eignen werden. Am besten eignen sich aussagekräftige, prägnante Aussagen. Während des Interviews muss darauf geachtet werden, dass der Interviewpartner nicht zu lange oder unverständliche Sätze macht. Ansonsten wird die Schnittarbeit mühsam und langwierig. Da am Ende des Satzes in der Regel mit der Stimme nach unten gehen, hört man sehr schnell, ob mitten im Satz geschnitten wurde.

Als Beispiel habe ich euch hier einige O-Töne:




Macht das keinen Sinn? Dann höre dir unter folgendem Link den ganzen Beitrag an:

Gestalteter Beitrag: Weniger Stress im Advent

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