Medien für Dummies

Vox Pop

Damit eine Vox Pop gelingt, braucht es gar nicht viel. Mit wenig Aufwand kann man mit der Stimmenvielfalt einer Vox Pop einen frischen und lebendigen Beitrag gestalten, der Abwechslung in den Alltag bringt – sowohl für den Hörer, als auch für den Journalisten.

Rezept für Abwechslung im Alltag

Zutaten

1

2

1

1

½

1 Tasse voll

1 gehäufter Esslöffel

1

Etwas

 

Interviewer

aufmerksame Ohren

interessante Frage

belebte Gegend

Personen

guter Laune

Verständnis

Mikrofon

Geduld

Zubereitung

Nehmen Sie den Interviewer und stecken Sie die interessante Frage dazu. Lassen Sie beides eine Stunde lang in der Wärme stehen, damit der Interviewer die interessante Frage vollständig aufnehmen kann. Wenn es auf ca. die doppelte Grösse aufgegangen ist, können Sie die Tasse voll guter Laune hinzugeben. Dies sollte nochmals etwas ziehen. Nun können Sie das Mikrofon beigeben und das Ganze in die belebte Gegend mischen. Auf keinen Fall dürfen Sie vergessen, sofort noch das Verständnis beizufügen. Dann können Sie die aufmerksamen Ohren hinzugeben und nach und nach vorsichtig die Personen darunterziehen.

Je nach Reaktion der Mischung muss noch etwas mehr Verständnis hinzugefügt werden. Jetzt braucht es nur noch etwas Geduld und ein scharfes Messer. Schneiden Sie das Gemisch in Stücke und stellen Sie es beliebig zusammen, sodass es eine lebendige, frische Einheit ergibt. Zum Servieren empfiehlt es sich, nochmals etwas gute Laune darüber zu streuen. Fertig ist die Abwechslung für Ihren Alltag!

Vox Pop, Zutaten, wie bitte???

Falls dieses Rezept nur noch mehr Fragezeichen ausgelöst hat, hier noch die Erklärung:

Der Name Vox Pop kommt vom lateinischen Begriff «Vox populi», was übersetzt «Stimme des Volkes» heisst. Es geht also darum, die Meinung des Volkes abzubilden.

Am besten und einfachsten geht das mit einer Umfrage unter möglichst unterschiedlichen Personen. Für die Aufnahmen geht man deshalb an einen belebten Ort (z.B. eine Fussgängerzone) und spricht dort die Leute an, ob man sie kurz interviewen darf. Dabei ist es wichtig mit einem Lachen auf den Lippen auf die Leute zuzugehen und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn sie nicht wollen oder keine Zeit haben. In der Regel stellt man allen die gleiche Grundfrage. Man muss dem Interviewpartner jedoch sehr aufmerksam zuhören, damit man weiterführende Fragen stellen kann. Zum Schluss werden häufig die prägnantesten Aussagen aneinandergeschnitten. So erhält man einen abwechslungsreichen Beitrag, der einen Überblick über die Meinung der Gesellschaft zu einem Thema gibt. Ein Vox Pop-Beitrag bringt also sowohl Abwechslung ins Radioprogramm und damit in den Alltag des Hörers, als auch in den Arbeitsalltag des Journalisten.

Als Beispiel habe ich euch hier eine Vox Pop, die ich am Praisecamp 2016 gemacht habe:

Zudem gibt es auf Life Channel immer wieder Vox Pop zu diversen spannenden Fragen:

Radio Life Channel: Vox Pop

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